Flora

Kapuzinerkresse

Die Temperaturen sinken und das Imkerjahr neigt sich dem Ende zu. Die Bienen gehen in die Winterruhe, welche ungefähr von Oktober bis Februar andauert.

Dennoch habe ich die Bienen heute dabei beobachtet, wie sie noch immer fleissig Pollen sammeln. Die Bilder oben zeigen die Blüten der Kapuzinerkresse, welche noch immer üppig in unserem Garten blühen.

Im Frühling habe ich Kapuzinerkressesamen im Haus vorgezogen. Bereits nach wenigen Wochen entwickelten sich aus den feinen Pflänzchen robuste Triebe. Nachdem die Pflanzen ins Hochbeet gesetzt wurden, wuchsen sie buschig und bald erschienen die ersten orangen und roten Blüten. Das Nektar- und Pollenangebot der Kapuzinerkresse ist gut und die Tatsache, dass die Pflanze bis spät in den Herbst blüht, macht sie für Insekten sehr attraktiv.

Blüten zur Dekoration und zum Genuss
Die essbaren Blüten der Kapuzinerkresse sehen sehr schön aus und werden häufig in Salaten oder zur Dekoration von Suppen eingesetzt. Mit ihrem würzigen leicht scharfen Geschmack eigenen sie sich auch zur Herstellung einer Kräuterbutter.

Kräuterbutter aus Kapuzinerkesse

Ein weiteres Rezept, nämlich eine feine Pesto aus den schönen Blättern der Kapuzinerkresse folgt in den nächsten Tagen….

Die Samen der Kapuzinerkresse lassen sich übrigens trocknen und sind drei Jahre haltbar. Ich sammle die Samen jeweils, um dann im nächsten Jahr wieder eigene Pflanzen vorzuziehen.
Doch mehr dazu im Frühling…

Samen der Kapuzinerkresse

Wer sich für Samen der Kapuzinerkresse interessiert, kann sich gerne bei mir melden.

Veröffentlicht von Claudia Kleinholz in Flora, Genuss, 0 Kommentare

Gartenarbeiten im Herbst

Wer glaubt, dass man neue Pflanzen nur im Frühling setzen kann, liegt falsch. Wenn die Temperaturen im Herbst milder werden, so ist der Zeitpunkt optimal, um winterharte Pflanzen wie Sträucher, Stauden, Obstpflanzen oder gewisse Blumenzwiebelsorten zu pflanzen. Der optimale Zeitpunkt ist zwischen September und Ende Oktober, bis zum ersten Frost.

Bei der Wahl der Pflanzen sollen einheimische Pflanzen gewählt werden, welche die Lebensgrundlage für unsere Wildtiere bilden. Vögel, Schmetterlinge und Säuger finden an diesen Pflanzen Nahrung in Form von Früchten, Blättern oder Nektar, zudem nutzen sie diese als Verstecke oder Nistplatz.

Damit nicht gleich der ganze Garten umgestaltet werden muss, reicht es, einige kleine Oasen zu schaffen, welche Mensch und Tier einen Mehrwert bieten.

Nachfolgend einige Beispiele aus unserem Garten:

  • Eine Kornelkirsche im Rasen sieht nicht nur schön aus, wenn sie im Frühling ihre goldgelben Blüten zeigt, sie spendet an heissen Sonnentage auch Schatten.
    An den dunkelroten Früchten der Kornelkirsche erfreuen sich die Vögel und wenn noch einige Früchte übrig bleiben, kann man daraus köstliche Konfitüren herstellen. Für Bienen und andere Insekten ist die Kornelkirsche sehr wertvoll, da sie früh blüht und sehr nektar- und pollenreich ist.
    Eine Kornelkirsche ist übrigens der ideale Ersatz für die Forsythie, welche oft als „gelbe Mogelpackung» bezeichnet wird, da die Pflanze ohne Nektar und Pollen keinen Mehrwert für die Bienen und Hummeln bilden,
  • Der schwarze Holunder ist ein toller Strauch, welcher nicht nur schöne Blüten trägt, sondern auch gesunde Früchte liefert, an welchen sich die Vögel erfreuen. Für Bienen ist der schwarze Holunder allerdings wenig interessant, da dieser keinen Nektar sondern lediglich mässig Pollen liefert.
    Holunder wächst natürlich an Waldrändern, im Unterholz oder in Hecken. Man erkennt den Holunder an den elliptisch und am Rand gesägten, gut duftenden Blätter, welche ihren Duft schon beim leichten Reiben freisetzen. Wer auf der Suche nach einem Sichtschutz ist, kann sich getrost für den schwarzen Holunder entscheiden.

Bei der Wahl der Pflanzen gilt es also nicht nur Honig- und Wildbienen zu berücksichtigen sondern möglichst viele Wildtiere. Der Zeitpunkt der Blüte einzelner Pflanzen ist ebenfalls von Bedeutung. Bei der Wahl der einzelnen Gewächse soll darauf geachtet werden, dass diese zu unterschiedlichen Zeiten blühen. So erfreuen sich das ganze Jahr über Tiere am Garten.

Da man sich in Gärtnereien und Baumschulen aufgrund des grossen Angebots schnell überfordert fühlt, habe ich nachfolgend eine Liste mit geeigneten heimischen Wildsträuchern zusammengestellt, welche man auch jetzt im Oktober noch pflanzen kann.

Geeignete heimische Wildsträucher:

  • Besenginster
  • Faulbaum
  • Feldahorn
  • Gemeinde Berbitze
  • Gemeiner Liguster
  • Gewöhnlicher Schneeball
  • Hasel
  • Hundsrose
  • Korbweide
  • Kornelkirsche
  • Kreuzdorn
  • Pfaffenhütchen
  • Purpurweide
  • Rote Heckenkirsche
  • Roter Hartriegel
  • Salweide
  • Schwarzdorn
  • Schwarzer Holunder
  • Strauchwicke
  • Traubenkirsche
  • Vogelbeere
  • Weinrose
  • Wolliger Schneeball

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